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Girls'Day 2016 der Physikalischen Institute

63 Schülerinnen nahmen am 28. April 2016 am Girls'Day der Physikalischen Institute teil.

Es war eine bunte Gruppe von Schülerinnen aus der 5. Klasse bis zur Oberstufe, die sich am vergangenen Girls'Day im Foyer des Wolfgang Paul-Hörsaals traf. Sie waren nicht nur aus Bonn oder aus der Bonner Umgebung gekommen, sondern auch von weiter weg, z. B. aus Hamm oder Steinfeld, um an den verschiedenen Angeboten der Bonner Physik teilzunehmen. Um 8.30 Uhr wurden sie in dem allen Physikstudenten bekannten Hörsaal von Prof. Bernhard Ketzter begrüßt. Der Dozent, der am Helmholtz-Institut für Strahlen- und Kernphysik arbeitet, stellte sein Forschungsgebiet, die experimentelle Hadronenphysik, kurz vor und beantwortete die neugierigen Fragen der Schülerinnen,  z.B. ob er sich schon immer für Physik interessiert hätte, oder an die Stringtheorie glaube. 

begruessung

Nach dem gemeinsamen Beginn, gingen dann die Teilnehmerinnen in die gewählten Workshops oder zu der Teilchenphysik-Masterclass.

Workshops:

"Vom Strom zum Licht", "Hilfe, mein Spiegel ist zu klein!", "Von Opas Lupe zum Fernrohr", "Welche Farbe hat weißes Licht?", "Physik mit dem Smartphone: Impulserhaltung": Dies waren die Themen der 5 Workshops, an denen insgesamt 45 Schülerinnen teilnahmen. Die Inhalte der Workshops waren für die entsprechenden Altersgruppen von Studentinnen und Studenten, die in Bonn Physik auf Lehramt studieren, entwickelt worden, und wurden von diesen auch betreut. Die behandelten Themen, von der Elektrizitätslehre bis zur Impulserhaltung, waren den Teilnehmerinnen teilweise schon aus dem Physikunterricht bekannt. Trotzdem freuten sich die Schülerinnen auf das eigenständige Experimentieren und Basteln, und genossen die lockere Atmosphäre und die nette Betreuung. "Schön, dass man hier nicht so streng ist!", teilte eine begeisterte Schülerin ihrer Betreuerin mit. Zusätzlich boten die Workshops allen, insbesondere den älteren unter den Schülerinnen, die Möglichkeit, mit den Workshopsleiterinnen  und -leitern ins Gespräch zu kommen. weitere Fragen zum Studium zu stellen und hilfreiche Tipps zu bekommen.

 workshop-spiegel   workshop-impulserhaltung

Nach den Workshops konnten die Teilnehmerinnen dann veschiedene Freihandversuche unter Betreuung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Physikwerkstatt Rheinland ausprobieren. Wie immer war das für viele Schülerinnen das Highlight der Veranstaltung, denn so viel selber Experimentieren und Ausprobieren kann man sonst in der Schule selten.

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Der darauffolgende Vortrag von Maike Hansen, Dokorandin am Physikalischen Institut, schloss dann für die Teilnehmerinnen der Workshops die Veranstaltung ab. In dem Vortrag ging es um das Forschungszentrum  CERN in Genf, um den Large Hadron Collider und das ATLAS-Experiment, an dem Frau Hansen arbeitet. Sie zeigte, woraus die Arbeit einer Teilchenphysikerin besteht und gab den Teilnehmerinnen einen Einblick in eine mögliche Berufsrichtung nach dem Physikstudium, die Grundlagenforschung.

  Vortrag

 

Teilchenphysik-Masterclass:

Auch die Teilnehmerinnen der Teilchenphysik-Masterclass waren beim Vortrag zum Berufsleben eine Physikerin dabei. Für sie ging es den ganzen Tag darum zu verstehen, wie Physiker Teilchen an Beschleunigern erzeugen, und wie sie mit Hilfe von komplexen Detektoren diese Teilchen nachweisen und untersuchen können. Nach einführenden Vorträgen über die theoretischen Grundlagen der Elementarteilchenphysik und den Aufbau des ATLAS-Detektors am LHC, lernten die Teilnehmerinnen, u. a. anhand eines Spieles, wie die Signatur der verschiedenen Teilchen im Detektor aussieht und wie sie nach einem gewissen Teilchen, z. B. dem Higgs-Boson, fahnden können.

Teilchenspiel

Anschließend durften die Schülerinnen selber am Rechner Daten von Teilchenkollisionen, die vom ATLAS-Experiment aufgenommen worden waren, untersuchen, und ihre Messung mit dem offiziellen Ergebnis des ATLAS-Experimentes vergleichen.

Wir möchten uns bei den vielen MItstreiterinnen und MItstreitern bedanken, die zum Erfolg dieses Tages beigetragen haben, und hoffen, dass alle der gleichen Meinung dieser Teilnehmerin sind:  "Es war sehr schön, und ich hoffe, dass ich beim nächsten Mal wieder mitmachen kann!".

 

 

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