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28. November 2012

Prof. Dr. Werner Mader, "Elektronenoptik und Elektronenmikroskopie: Grundlagen und Anwendungen in der Material- und Festkörperforschung"

„Elektronenoptik und Elektronenmikroskopie: Grundlagen und Anwendungen
in der Material- und Festkörperforschung“

In diesem Vortrag werden neben den Grundzügen der Elektronenoptik moderne Konzepte zur Korrektur von Linsenfehlern besprochen, mit denen die Auflösungsgrenze von Transmissionselektronenmikroskopen unter einem Angström (10-10 m) erreicht wird. Die hochauflösende Elektronenmikroskopie beruht auf der Wellennatur der Elektronen nach De Broglie. Die Primärwelle der eingestrahlten Elektronen wird durch Wechselwirkung mit den elektro¬sta¬tischen Potentialen der Atome in Kristallen gebeugt, und die Inter¬ferenz der Elektronenwellen ergibt nach elektronenoptischer Vergrößerung Intensitäts¬modulationen, die einer Abbildung der Kristallstruktur entsprechen.
Quantitative Aussagen zu den Positionen und Ordnungszahlen von Atomen werden mit Simulationen der Streuprozesse im Material und der Abbildungs¬prozesse im Elektronenmikroskop erhalten, deren Ergebnisse mit den experimentell erhaltenen Daten verglichen werden. Dadurch erhält man unmittelbare Informationen über den atomaren Aufbau des Kristalls. Anhand von Beispielen aus der aktuellen Forschung werden die Möglichkeiten der modernen Elektronenmikroskopie illustriert.

 

Prof. Dr. Werner Mader

Institut für Anorganische Chemie

Ort: Hörsaal I, Physikalisches Institut, Nussalle 12, 53115 Bonn

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